Prepping / Krisenvorsorge

Beim Stichwort Prepping läuft es dem Einen oder Anderen mit Sicherheit eiskalt den Rücken runter. Leider ist die Prepperszene auf Grund einiger Idioten in Verruf geraten. Allerdings sollte man deswegen nicht aufhören zu preppen. Das Anlegen von Vorräten für mindestens 2 Wochen wird sogar von der Bundesregierung empfohlen.

Doch ist es eigentlich damit getan? Reicht es sich für 2 Wochen Essen und Trinken zu Hause einzulagern? Hierfür müssen wir uns verschiedene Szenarien vor Augen halten. Denn unterschiedliche Szenarien erfordern unterschiedliche Vorbereitung!

Aber ich glaube dass wir uns nicht auf eine Zombieapokalypse vorbereiten müssen!

Aber schauen wir uns doch mal die unterschiedlichen Arten von Szenarios an.

Typ A Szenario

Beim einem Typ A Szenario handelt es sich um ein örtlich und zeitlich begrenztes „Desaster“. Dies kann ein Unwetter sein welches die Stromzufuhr kappt oder uns vielleicht für einige Tage von der Außenwelt abschneidet. Ein Tornado, Lawine und ähnliches kommen hier in Frage. Ein Typ A Szenario kann sich aber auch zu einem Typ B Szenario entwickeln. Nämlich dann, wenn Hilfe zu lange auf sich warten lässt…

Typ B Szenario

Ein Typ B Szenario kann also ein Typ A Szenario sein in welchem Hilfe zu lange braucht. Stellen wir uns vor, dass wir auf Grund eines massiven Erdbebens von der Außenwelt abgeschnitten sind. Elektrizität fällt aus und auch die Nahrungsmittel werden knapp. Viele Menschen sind nicht auf eine solche Situation vorbereitet und so kommt was kommen muss. Menschen beginnen zu plündern und zu stehlen. Das Gesetz tritt außer Kraft und es gilt das Recht des Stärkeren…

Typ C Szenario

Ein Typ C Szenario kann uns zur Zeit schneller ereilen als uns lieb ist. Ein solches Szenario ist nicht zwingend räumlich begrenzt sondern erschließt sich auf verschiedene Gebiete oder kann gebietsübergreifende Auswirkungen haben. Hierzu zählen zum Beispiel Naturkatastrophen wie der Tsunami in 2004, der Reaktor Melt Down in Fukushima aber auch der Zusammenbruch des Wirtschaftssystems und Kriege.
Aktuell knallt es in der Ukraine und ein Überschwappen auf andere Länder oder aber größere Auswirkungen auf die Welt sind bereits im Gange oder aber nicht auszuschließen. Flucht aus solchen Gebieten ist äußerst schwer bis unmöglich und oftmals mit Aufgabe des eigenen Hab und Guts verbunden.


Was wird bei welchem Szenario benötigt?

Ein Typ A Szenario ist relativ einfach zu bewältigen. Hilfe ist auf dem Weg und wir können die Krise wahrscheinlich einfach aussitzen. Bedeutet wir benötigen:

  • Nahrung
  • Wasser
  • Energie (Strom, Wärme usw.)
  • Mindestmaß an medizinischem Equipment


Ein Typ B Szenario wiederum erfordert schon ein wenig mehr. Hilfe wird länger brauchen und unter Umständen kommt es zu gewalttätigen Aufständen. Sollten wir also das eigentliche Desaster überstanden haben ist unsere körperliche Unversehrtheit dennoch in Gefahr. Deshalb benötigen wir hierfür:

  • Nahrung
  • Wasser
  • Energie
  • Fortgeschritteneres medizinisches Equipment und Skills
  • Persönliche Schutzausrüstung (Kubotan, Reizgas u.ä.), Selbstverteidigungsskills
  • einen Unterschlupf fernab des eigenen Zuhause

Ein Typ C Szenario kann durchaus ein Krieg sein. Ob und wann wir wieder nach Hause kommen ist ungewiss. Deshalb benötigen wir hierfür Material und Skills die unser Überleben längerfristig sichern.

  • Nahrungs- und Wasservorräte (an einem Zufluchtsort, auf der Strecke dorthin und im Gepäck)
  • Energie (Solar mit Powerstation, Generator o.ä.)
  • Medizinisches Equipment und Skills für schwere Verletzungen
  • Persönliche Schutzausrüstung
  • sicherer Unterschlupf (Bunker, Lager in urbanem oder ländlichem Gebiet)

Natürlich sind dies nur Stichpunkte und keine abschließende Auflistung an Gegenständen. Aber es gibt euch eine Übersicht über Dinge die ihr berücksichtigen solltet.

Demnächst werde ich euch eine ausführliche Materialliste präsentieren.

Stay Safe!

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